21.-23.06.2006: 9. IFF-Wissenschaftstage

Die 3. Fachtagung zu Virtual Reality und Augmented Reality (VR/AR) am Fraunhofer IFF setzte sich mit neuen Trends und Entwicklungen in den Themenfeldern Virtual Engineering, Digitale Fabrik und Qualifizierung in virtuellen Welten auseinander.
Ein wesentliches Ziel der Tagung war es, Anwender und Entwickler von Technologien der virtuellen und erweiterten Realität in einen Dialog zu führen.
Im Fokus standen die Branchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Prozessindustrie, Luftfahrt, Schiffbau und Medizintechnik.
Die aktuellen Entwicklungen des Kompetenznetzwerkes ViVERA wurden im Rahmen einer Ausstellung ergänzend zur Fachkonferenz präsentiert.

Die folgenden Fotos zeigen einige Teile der Ausstellung.

Der Bereich Medizintechnik des Fraunhofer IPK stellte in Kooperation mit der Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie (MKG) - Klinische Navigation und Robotik (Charité Berlin) ein klinisches Navigationssystem für die HNO-Chirurgie vor, das die Position eines Zeigerinstruments innerhalb präoperativ aufgenommener CT-Daten lagerichtig einblendet. Dies ermöglicht dem Chirurgen während des Eingriffs eine genauere Orientierung sowie eine bessere Einschätzung des Operationsverlaufs.
Das Fraunhofer IGD stellte ein Exponat aus dem Bereich Augmented Reality vor. Die von den Darmstädter entwickelte Software erlaubt die lagerichtige Überblendung von 3-D-Geometriemodell und dem von einer Kamera aufgenommen Abbild des realen Objektes. Damit ist es möglich, die Übereinstimmung von 3-D-Modell und Realität zu überprüfen, um beispielsweise die korrekte Umsetzung einer geplanten Industrieanlage festzustellen. Die wurde auf der Ausstellung an einem Rohrleitungsmodell demonstriert.
Das Fraunhofer IFF präsentierte die Basistechnologie »Generierung von 3-D-Modellen«. Mittels Lichtschnittverfahren erfolgt die Digitalisierung einer hochaufgelösten Punktewolke der Objektoberfläche. Anschließend wird über eine Kamera die Oberflächentextur erfasst. Die von IFF entwickelte Software übernimmt die Datenaufbereitung und die Fusion der Punktewolke mit der Oberflächentextur. Im Ergebnis entstehen texturierte 3-D-Modellen für VR-Anwendungen.

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